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Der
Eingangschor
mit
dem
Text
aus
dem
Johannesevangelium
lässt
das
Geheimnis,
die
Liebe
und
die
Herrlichkeit
der
Heiligen
Dreifaltigkeit
schon
vor
der
Erschaffung
der
Welt
durch
das
Wort,
also
Jesus
Christus
,
erspüren:
ALLES
ist
durch
IHN
geworden,
und
der
dreifaltige
Gott,
der
das
Licht
ist,
hat
keine
Gemeinschaft
mit
der
Finsternis.
Die
beiden
Handlungsstränge
betreffend
Johannes
den
Täufer
und
Jesus
sind
eng
miteinander
verwoben.
Jeder
der
zwei
daraus
resultierenden
großen
Teile
Advent
und
Weihnacht
besteht
aus
vier
kleineren
Teilen,
die
mit
bekannten
Chorälen
abgeschlossen
werden.
Die
Verkündigung
,
das
lange
Warten
und
schließlich
die
Geburt
zuerst
des
Vorläufers
Johannes
und
dann
endlich
des
Retters
und
Erlösers
Jesus
Christus
zeigen
ganz
deutlich,
welch
besonderes
Geschenk
Gottes
ein
unschuldiges Kind auf der ganzen Welt immer war, ist und bleiben wird.
Alle
Namen
der
in
der
Weihnachtsgeschichte
vorkommenden
Personen
haben
im
Hebräischen
eine
besondere
Bedeutung
(sie
finden
die
Namen
und
ihre
Entsprechungen
im
Beiheft):
Zacharias
-
der
Name
drückt
aus:
„
Jahwe
hat
sich
erinnert“
-
kann
trotz
der
Botschaft
des
Erzengels
Gabriel
nicht
mehr
glauben,
dass
seine
und
Elisabeths
innige
Gebete
um
ein
Kind
doch
noch
erhört
werden,
weil
das
aus
menschlicher
Sicht
unmöglich
ist;
Maria
(die
Vielgeliebte)
hingegen
nimmt
das
in
ihrem
Fall
noch
viel
unglaublichere
Wort
des
Engels
an,
obwohl
sie
nicht
alles
sofort
versteht.
In
ihrer
Begegnung
mit
Elisabeth
erfüllt
sie
der
Heilige
Geist
mit
dem
Lobpreis
Gottes,
dem
Magnificat
.
Als
sich
Zacharias
bei
der
Beschneidung
seines
Sohnes
zum
Namen
Johannes
-
was
„Gott
hat
Gnade
erwiesen“
bedeutet
-
und
somit
zum
Wort
des
Engels
bekennt,
erhält
er
seine
Sprache
zurück,
lobt
und
preist
im
Benedictus
vom
Heiligen
Geist
erfüllt
Gott
und
prophezeit
seinem
Kind
Großes.
Alle
Anwesenden staunen über die Gnade Gottes und seine herrlichen Taten.
Das
eigentliche
Weihnachtsgeschehen
ereignet
sich
im
zweiten
Teil:
Jesus
,
der
von
der
ganzen
nach
dem
Sündenfall
seufzenden
und
in
Wehen
liegenden
Schöpfung
langerwartete
und
heißersehnte
Retter
der
Menschheit
vor
dem
ewigen
Tod
und
Verderben,
wird
von
der
Jungfrau
Maria
in
Betlehem
geboren.
Betlehem
heißt
übersetzt:
„Haus
des
Brotes“,
was
schon
auf
Jesus
Christus
als
lebendiges
Brot,
die
Eucharistie
,
hinweist.
So
kommt
also
der
Schöpfer
des
Universums
(das
Wort
)
tatsächlich
als
Mensch
(im
Fleisch)
zur
Welt,
um
uns
sündige
Menschen
zu
erlösen,
versteckt
und
verborgen
in
einem
Stall,
weil
Gott
weiß,
dass
ihn
die
Hochgestellten
seines
Volkes
als
Kind
armer
Leute
nicht
annehmen
würden.
Der
jubelnde
Engelchor
offenbart
einfachen
Menschen,
den
Hirten,
dass
der
Messias,
der
Erlöser,
geboren
ist,
und
sie
beten
ihn
stellvertretend
für
das
jüdische
Volk
an.
Bei
der
Darstellung
Jesu
im
Tempel
bekennt
ihn
der
hochbetagte
Priester
Simeon
als
Messias
,
womit
sich
die
Prophezeiung
erfüllt,
dass
er
vor
seinem
Tod
noch
den
Retter
der
Welt
sehen
werde.
Die
Hl.
Drei
Könige
stehen
für
die
Annahme
des
Messias
durch
die
Nichtjuden,
wodurch
sich
bereits
zeigt,
dass
Jesus
nicht
nur
zur
Errettung
der
Juden,
sondern
ALLER
Menschen
geboren
ist.
Die
Hohenpriester
und
Schriftgelehrten
wissen
aus
der
Torah
,
dass
die
Zeit
der
Erscheinung
des
Messias
da
ist
und
verweisen
ganz
richtig
auf
Betlehem.
Herodes
sieht
sofort
seine
Macht
als
Herrscher
bedroht
und
lässt
in
Betlehem
alle
Knaben
im
von
den
drei
Königen
angegebenen
Alter
ermorden
,
um
so
das
auserwählte
Kind
zu
töten,
dem
aber
mit
Josef
und
seiner
Mutter
Maria
-
gewarnt
durch
den
Engel
-
die
Flucht
nach
Ägypten
gelingt.
Das
ist
wohl
ein
bitterer
Vorgeschmack
auf
das
spätere
Leiden
und
Sterben
Jesu
selbst
und
im
weiteren
Verlauf
der
Geschichte
auf
die
weltweite
Not
und
Verfolgung
vieler
bekennender
Christen.
Im
Schlusschor
schwingt
mit,
dass
der
Heilsplan Gottes
vom
Widersacher
und den Menschen zwar gestört, aber letztlich nicht verhindert werden kann.
Ich
wünsche
Ihnen
mit
diesem
Oratorium
von
ganzem
Herzen
ein
tiefes
geistlich-seelisches
Eindringen
in
die
wichtigste
Geschichte der Geburt eines Kindes, die die Welt je erlebt hat.
Michael Stenov
DVD
und
Doppel-CD
enthalten
ein
Booklet
(24
bzw.
28
Seiten)
mit
einer
Einführung
in
die
Thematik,
dem
gesamten
Text
der
Komposition
und
einem
Nachwort
des
Komponisten,
das
einen
Einblick
in
seine
musikalische
Gedankenwelt
gewährt,
außerdem
genauen
Angaben
zur
Besetzung
und
einem
Glossar
der
jüdischen
Namen
samt
ihrer
Bedeutung.
Das
zweiteilige
TV-Interview
mit
Prof.
Andreas
Schnee
und
dem
Komponisten
über
das
Werk
finden
Sie auf
GLORIA-TV
.
Der
zweite
Teil
(WEIHNACHT)
wendet
sich
der
Geburt
Christi
zu
und
beleuchtet
sie
inklusive
der
Darstellung
im
Tempel,
dem
Besuch
der
Hl.
drei
Könige
und
der
Flucht
der
Hl.
Familie
nach
Ägypten.
Neben
dem
Orchester
(Mitglieder
des
Brucknerorchesters
Linz
u.
a.)
und
fünf
Solisten
(Tanja
und
Daniela
Höfer
(DVD/CD)
bzw.
Regina
Riel
und
Michaela
Diermeier
(UA)
,
Martin
Kiener
,
Joachim
Roth
und
Dr.
Bert
Brandstetter
)
wirkte
an
dem
Werk,
das
sich
als
umfassende
weihnachtliche
Synopse
versteht,
auch
ein
großer
Chor
(
CANTORES
CARMELI
LINZ
)
mit.
Gestellt
wurde
er
im
Wesentlichen
von
oö.
Musikstudenten
und
-professoren.
Die
Leitung
hatte
der
Komponist
sowohl
bei
der
Aufnahme
als
auch bei der Uraufführung selbst.
machen,
als
das
etwa
beim
bekannten
Weihnachtsoratorium
von
J.
S.
Bach
der
Fall
ist.
Dargestellt
wird
der
Ablauf
der
Weihnachtsereignisse
mit
dem
vollständigen
Text
aus
allen
4
Evangelien.
Michael
Stenov
spricht
daher
von
einer
Evangelienharmonie,
die
im
ersten
Teil
(ADVENT)
des
Oratoriums
mit
der
geistlichen
Deutung
des
Evangelisten
Johannes
beginnt
und
Verkündigung sowie Geburt Johannes des Täufers umfasst.
DVD bzw. Doppel-CD aufgezeichnet wurde.
Die
ÖFFENTLICHE
URAUFFÜHRUNG
fand
am
Sonntag,
dem
11.
Dezember
2011
um
19.30
im
Mühlviertler
Dom
(Pfarrkirche Niederkappel) statt.
Der
Komponist
verwendet
fast
ausschließlich
Bibeltexte,
die
das
Weihnachtsgeschehen
noch
umfassender
erlebbar
Das
andere
Weihnachtsoratorium
aus
Oberösterreich
Der
oö.
Komponist
Michael
Stenov
hat
ein
großes
Weihnachtsoratorium
(90’)
mit
dem
Titel
"Das
Wort
ward
Fleisch
-
Die
Geburt
Christi"
op.11
komponiert,
das
im
Herbst
2011
(ohne
Publikum)
im
Kaisersaal
des
Stiftes
Kremsmünster
für
eine
English Version
Hier können Sie einen Kurzfilm (25‘) + 5 der insgesamt 70 Teile probehören bzw. -sehen!
(Gesamtdauer des ganzen Werkes: 90 Minuten)
Kurzfilm 25‘
PARTITUR, Klavierauszug, Chorpartitur und Stimmenmaterial
seit 2014 erhältlich bei:
VERLAG DANIEL KUNERT - BUCH & NOTE
Im
Jahr
1997
erstellte
ich
aus
Interesse
am
Bibeltext
-
also
zu
diesem
Zeitpunkt
ganz
ohne
musikalische
Absicht
-
eine
Synopse
(Evangelienharmonie)
aus
allen
vier
Evangelien.
Beim
mehrmaligen
späteren
Lesen
wurde
mir
bewusst,
dass
die
Weihnachtsgeschichte
nur
rein
nach
dem
Evangelientext
in
dieser
Ausführlichkeit
bisher
nie
vertont
wurde.
Eine
erste
Gliederung
in
Chöre
,
Arien
,
Ensembles
,
Rezitative
und
Choräle
erschien
mir
auf
Anhieb
sehr
vielversprechend.
Durch
den
Einschub
der
Chöre
und
Choräle
an
geeigneten
Stellen
entstand
ein
buntes
und
abwechslungsreiches Bild. So ergaben sich schließlich 70 Nummern.
9
bzw.
10
Chöre
(Eingangschor
Nr.
1
und
Schlusschor
Nr.
70
haben
nur
unterschiedlichen Text), davon also 6 bzw. 7
gemischte Chöre
,
1
Frauenchor
, 2
Männerchöre
7 Choräle
32 Rezitative -
Tenor
(
Evangelist
)
21
Soli,
davon
3
für
Sopran
(Maria),
3
für
Alt
(Elisabeth),
9
für
Tenor
(Engel)
und
6
für
Bass
(2 Zacharias, 2 Simeon, Herodes sowie Johannes im Chor Nr. 38)
2
Ensembles:
das
Soloquartett
im
Chor
Nr.
41
und
das
Männerterzett
Nr.
57
(Hl.
3
Könige)
Die
großen
Chöre
Nr.
1,
38,
41
und
70
mit
dem
Text
aus
dem
Prolog
des
Evangelisten Johannes bilden die geistliche Klammer.
Klanglicher Höhepunkt ist der Engelchor Nr. 45.
Das
Werk
lässt
sich
entweder
als
Ganzes
ohne
Pause
oder
in
zwei
Teilen
(Advent
und Weihnacht) mit einer Pause zwischen Chor Nr. 38 und Choral Nr. 39 aufführen.
(Dauer 90 Minuten bzw. je ca. 45 Minuten)
Vor
allem
in
den
Rezitativen
(begleitet
mit
Violoncello
und
Orgelcontinuo
),
aber
auch
in
den
anderen
Stücken
war
mir
der
tonmalerische
Aspekt
wichtig,
was
sicher
in
den
meisten
Fällen
leicht
nachempfunden
werden
kann.
Bei
der
Komposition
der
Solostücke
schien
es
mir
ausschlaggebend,
die
Instrumentierung
sowie
die
Klangfarben
und
Tonarten
auf
die
Charaktere
der
handelnden Personen bzw. der Textpassagen abzustimmen.
Der
ganze
erste
Teil
bis
inklusive
Chor
Nr.
38
erzählt
die
Vorgeschichte
bis
zur
Geburt
Jesu;
die
kleineren
Abschnitte
enden
jeweils
mit
einem
Choral.
(Nr.
1
-
10:
Die
Verkündigung
der
Geburt
Johannes
des
Täufers,
Nr.
11
-
21:
Die
Verkündigung
der
Geburt
Jesu,
Nr.
22
-
28:
Der
Besuch
Marias
bei
Elisabeth,
Nr.
29
-
38:
Die
Geburt Johannes des Täufers)
Das
erste
Fugenthema
des
Eingangschors
Nr.
1
kehrt
in
sich
selbst
zurück
und
umfasst
daher
hörbar
„alles“
(bzw.
im
Schlusschor
Nr.
70
das
„Herz
des
Vaters“).
Das
zweite
Fugenthema
ist
sehr
beweglich,
symbolisiert
also
sowohl
das
Leben
im
Eingangschor
als
auch
den
heiligen
Geist
im
Schlusschor.
Die
tiefliegende
a
cappella
-Stelle
endet
im
verminderten
Septakkord
(die
Finsternis
hat
das
Wort
-
den
„
logos
“,
Christus
-
nicht
„erfasst“).
Stattdessen
dienen
ihm
die
Engel,
und
Vater und Sohn sind eins.
Die
zwei
Trompeten
in
den
Engelstücken
Nr.
3,
7
und
12
sowie
im
Rezitativ
Nr.
22
versinnbildlichen
die
Engelsflügel,
ebenso
die
beiden
Hörner
in
den
Engelserscheinungen
der
Träume
Josefs
(Nr.
23,
64
und
68).
Natürlich
eignet
sich
als
Begleitung
am
besten
die
Harfe
;
in
diesem
Fall
ohne
„irdisches“
Bassinstrument
, um die himmlische Sphäre anzudeuten.
Der
alte
Zacharias
wird
von
zwei
Fagotten
begleitet,
zusätzlich
unterstrichen
durch
den
Kontrabass
als
Continuoinstrument
.
Das
Benedictus
-
der
Lobgesang
des
Zacharias
-
ist
auf
Grund
der
Länge
durch
ein
instrumentales
Zwischenspiel
zweigeteilt. (Nr. 5 und 34 in a-moll)
Für
Elisabeth
habe
ich
die
dorische
Tonart
und
zwei
Bratschen
gewählt,
als
Bassinstrument
das
Violoncello,
beim
ersten
Mal
gefolgt
vom
ebenfalls
dorischen
Choral
Nr.
10,
dessen
zweite
Strophe
einen
Bass-Cantus
firmus
hat.
(Nr.
9,
25
und
30)
Für
Maria
boten
sich
zwei
Violinen
an,
im
Magnificat
unterstützt
von
der
Oboe
mit
dem
gregorianischen
Magnificat-Cantus
firmus.
Da
Maria
eine
Stellung
zwischen
Himmel
und
Erde
einnimmt,
habe
ich
mich
für
die
Bratsche
als
„Bassinstrument“
entschieden
und
die
Bassstimme
bewusst
in
der
kleinen
Oktav
gehalten.
(Nr.
16
d-
moll, Nr. 20 c-moll und Nr. 27 F-Dur)
Der
Choral
Nr.
21
hat
ebenfalls
in
der
zweiten
Strophe
die
Melodie
im
Bass.
In
den
Chorälen
des
ersten
Teils
sind
die
obligaten
Instrumente
nur
Oboen
(Nr.
10
und
21)
und
Hörner
(Nr.
28),
um
die
Sehnsucht
nach
dem
Erscheinen
des
Messias
auszudrücken.
Die
beiden
Turbachöre
Nr.
32
in
d-moll
und
Nr.
36
in
a-moll
sind
mit
Basso
continuo bzw. zwei zusätzlichen Violinen klein besetzt.
Der
Chor
Nr.
38
in
D-Dur
mit
dem
Basssolo
(Johannes
der
Täufer)
im
Mittelteil
beschließt den ersten Teil.
Das
eigentliche
Weihnachtsgeschehen
findet
im
zweiten
Teil
statt,
der
in
etwa
gleich lang dauert wie der erste, obwohl er einige Nummern weniger aufweist.
(Nr.
39
-
49:
Die
Geburt
Jesu,
Nr.
50
-
55:
Die
Darstellung
Jesu
im
Tempel,
Nr.
56
-
62: Der Besuch der Hl. Drei Könige, Nr. 63 - 70: Die Flucht nach Ägypten)
Als
Eröffnungschoral
des
zweiten
Teils
(Nr.
39)
habe
ich
den
bekannten
Satz
von
Michael Praetorius
verwendet und ihn mit Instrumentalstimmen erweitert.
Kurz
und
bündig
wird
gleich
im
ersten
Rezitativ
Nr.
40
die
Geburt
Christi
geschildert.
Darauf
folgt
der
Chor
Nr.
41
in
D-Dur,
der
dieses
Heilsgeschehen
mit
den
Worten
des
Evangelisten
Johannes
geistlich
interpretiert.
Das
Soloquartett
im
Mittelteil
behandelt
die
Problematik
des
Menschen,
der
entweder
geneigt
ist,
das
Heilsangebot anzunehmen oder eben leider auch nicht.
Den
Hirten
erscheint
in
Nr.
43
in
G-Dur
ein
prächtiger
sechsflügeliger
Seraph
(mit
je
2
Trompeten,
Hörnern
und
Posaunen
)
und
verkündet
ihnen
die
Geburt
des
Heilands
,
gefolgt
vom
Engelchor
Nr.
45
in
D-Dur,
in
dem
alle
Instrumente
-
gruppenweise
die
Himmelsleiter
sowie
die
auf-
und
niedersteigenden
kleinen
und
großen Engel symbolisierend - den Gesang des Chores begleiten.
Der
dreistimmige
Männerchor
der
Hirten
Nr.
47
in
d-moll
mit
den
zwei
Blockflöten
(ersatzweise
ev.
mit
zwei
Oboen)
und
dem
Fagott
bildet
dazu
in
seiner
Einfachheit
einen starken Kontrast.
Der
Choral
Nr.
49
-
durch
die
beiden
Hörner
etwas
zurückhaltend
-
gibt
sich
ganz
der Anbetung des göttlichen Kindes in der Krippe hin.
Der
greise
Simeon
(Nr.
51
in
g-moll
und
Nr.
53
in
c-moll)
im
Tempel
-
seine
Glaubenskraft
wird
durch
zwei
Posaunen
versinnbildlicht
-
bestätigt
Jesus
als
den Messias.
Im
Choral
Nr.
55
bricht
die
Weihnachtsfreude
mit
Pauken
und
Trompeten
sowie
Halleluja
singenden Engeln durch.
Im
Terzett
Nr.
57
in
d-moll
habe
ich
die
jüdisch-sephardische
Tonleiter
verwendet,
wodurch
die
heiligen
drei
Könige
klanglich
wie
im
Passgang
der
Kamele
einer
orientalischen
Karawane
einherschreiten.
Eine
Oboe
und
die
zwei
Fagotte
umspielen die Solisten am Schluss in arabisch-
heterophoner
Manier.
Der
Chor
der
Hohenpriester
und
Schriftgelehrten
Nr.
59
in
a-moll
-
majestätisch
begleitet
von
Hörnern
und
Posaunen
-
bestätigt
erst
zögernd,
dann
immer
überzeugter und schließlich triumphal die Geburt des Messias in Betlehem.
Der
Auftritt
des
Königs
Herodes
Nr.
61
in
D-Dur
mit
Pauken
und
Trompeten
wirkt
vergleichsweise
oberflächlich
und
scheinheilig;
die
Begleitung
übernehmen
im
Idealfall
Regal
(regalis = königlich) und
Kontrafagott
.
Der
Choral
Nr.
62
textiert
den
oben
erwähnten
Praetoriussatz
neu
und
ist
Ausdruck der Ehrerbietung und Anbetung durch die drei Könige.
Der
Warnung
der
Hl.
Familie
durch
den
Engel
(Nr.
64
in
c-moll)
folgt
im
Frauenchor
Nr.
66
in
f-moll
die
erschütternd
untröstliche
Klage
der
jüdischen
Mütter
nach
dem
Kindermord des Herodes in Betlehem.
Der
Aufforderung
des
Engels
zur
Rückkehr
nach
Israel
(Nr.
68
in
C-Dur)
schließt
sich
im
letzten
Rezitativ
Nr.
69
eine
Prophetie
als
Überleitung
zum
Schlusschor
Nr.
70
an,
der
-
musikalisch
ident
mit
dem
Eingangschor
bis
auf
die
hinzugekommene
Harfe,
die
für
die
durch
die
Geburt
des
Erlösers
stattgefundene
Berührung
von
Himmel
und
Erde
steht
-
einen
Zukunftsausblick
in
die
Heilsgeschichte
gibt
und
die inhaltliche Geschlossenheit sicherstellt.
Edt bei Lambach, im Februar 2011
Michael Stenov
Michael Stenov, Pianist, Kirchenmusiker und Komponist eines neuen
Weihnachtsoratoriums
Aktuelle Aufführungen, neue Werke und Kompositionspreise, gefolgt von einer
chronologischen Werkliste führen über Stenovs Biographie zu seinen Neueditionen Alter
Musik und den auf Youtube online gestellten Aufführungen. Sein Weihnachtsoratorium
von 2011 inklusive Noten und Verlage und die begeisterten Hörer- und Seherreaktionen
leiten zum Online-Shop. Seine Gotteslobbearbeitungen und Bilder von der TV-Aufnahme
des Oratoriums machen den Abschluss.
Michael
Stenov
-
Weihnachtsoratorium
-
Das
Wort
ward
Fleisch - Die Geburt Christi
Das
neue
synoptische
Weihnachtsoratorium
"Das
Wort
ward
Fleisch"
-
Die
Geburt
Christi
von
Michael
Stenov
wurde
im
Kaisersaal
des
Stiftes
Kremsmünster
in
Bild
und
Ton
aufgenommen;
der
geistliche
Hintergrund
legt
die
Intentionen des Komponisten offen.